Masse und Integration in antiken Gesellschaften

Im Rahmen des DFDK MIAG werden erstmals die „Masse“ als historisches Phänomen mit dem Konzept der Integration in systematische Beziehung gesetzt. Der Begriff der „Masse“ soll dabei eine zahlenmäßig große Menschengruppe meinen, die sich nur vorübergehend und weitgehend ungeordnet zusammenfindet. Der Begriff der „Integration“ verweist dagegen auf (un-)bewußte Ordnungsprozesse, die für die Ausbildung dauerhafter Gesellschaftsstrukturen notwendig sind (z. B. durch räumliche und zeitliche Kategorien, durch ideologische Orientierungen, durch eine innere Hierarchisierung). Bereits in der Antike werden die beiden zentralen Begriffe unseres Graduiertenkollegs als Phänomene erkannt und als Selbstdarstellung genutzt, vgl. etwa den „Philosophen und die Masse“ oder den „Christen unter Heiden“. Das Graduiertenkolleg kann also antike und moderne Begrifflichkeiten auf der Basis einer breiten Quellenbasis miteinander konfrontieren.

Das Graduiertenkolleg „Masse und Integration in antiken Gesellschaften“ verfolgt folgende Hauptziele:

  • Gemeinsame Arbeit an einem innovativen Forschungsprojekt, das mannigfaltige Perspektiven zur Doktorandenförderung bietet;
  • Zusammenbringen der französisch- und deutschsprachigen Forschung;
  • Zusammenfassung verschiedener bereits bestehender Kooperationen auf der Ebene von Doktoranden und Forschern;
  • Schaffung eines Forums für den interdisziplinären Austausch im Bereich der Altertumswissenschaften, die in den verschiedenen Partneruniversitäten außerordentlich reich und verschiedenartig vertreten sind.
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